Der Flugplatz und die Einrichtungen

Nachdem die Mitglieder des jungen DASC wie Eingangs erwähnt mangels eigenem Fluggelände ihre ersten Hüpfer, Luftsprünge und Übungsflüge auf einem Flugfeld bei Wittlich-Wengerohr machen mussten, reifte natürlich frühzeitig der Wunsch nach einem eigenen Platz.

Einige Clubmitglieder wussten, dass bereits vor dem Krieg Ernst Knirps zwei Segelflüge auf dem Mont Royal durchgeführt hatte. Deshalb stieg man in die neuerliche Flugerprobung ein, die vielversprechende Ergebnisse lieferte. Die Stadt Traben-Trarbach erkannte die Chance, als eine der ersten Städte einen Sportflugplatz zu haben. Auch die anliegenden Bauern und Winzer spielten bei der schnellen Beschaffung des notwendigen Geländes mit. Bereits 1956 wurde mit der Anlage des Platzes begonnen. Auch der Bau der Gebäude wurden sofort in Angriff genommen. Die feierliche Grundsteinlegung erfolgte Ostern 1956. Mit deutscher Gründlichkeit, gemeinsamer Deutsch-Amerikanischer „manpower“ und schwerem Gerät wurde in über 3000 Arbeitsstunden der Platz hergerichtet, drainiert und eingesäht. Dabei mussten über 5000m3 Erde bewegt werden, um die 11ha große Flugplatzfläche zu planieren. Auch Halle und Gaststätte wurden innerhalb eines Jahres gebaut.

Schon vom 15.-17. Juni 1957 fand der Eröffungsflugtag mit einem beeindruckenden Programm statt. Neben den jährlichen Pflege- und Wartungsarbeiten an Immobilien und Gerät arbeitete man in den 60er Jahren ständig an der Verbesserung der Drainage. Bis heute besteht das Problem, den Platz im Frühjahr trocken und damit befliegbar zu bekommen. Ende der 60er wurde dem Flugplatz Traben-Trarbach ein neuer Status zuerkannt.

Als öffentlicher Verkehrslandeplatz untersteht der Platz fortan der Verkehrsbehörde des Landes. Dieser Status bedeutete Auflagen für den Flugbetrieb und auch für die Flugsicherheit.  Deshalb nahm der Club in den 70ern ein neues Großprojekt in Angriff: den Bau der neuen Flugleitung mit Werkstatt und neuer Flugzeughalle. Diese in reiner Eigenleistung und ohne finanzielle Hilfe errichteten Gebäude nahmen Ende der 70er ihren Betrieb auf. Der nasse Platz im Frühjahr ist in so manchem Jahr zermürbend für die Piloten. Gerade das Frühjahr bietet mit seinen großen Temperaturunterschieden (frostige Nächte, starke Sonneneinstrahlung am Tag) sehr gute Segelflugbedingungen. Deswegen wäre eine teilbefestigte Bahn Traum aller Mitglieder. Dadurch wäre ein ganzjährigen Flugbetrieb möglich. Die kürzere Startstrecken wirken sich auch positiv auf Sicherheit und Geräuschentwicklung aus. Ende der 80er war der DASC diesem Ziel so nah wie nie zuvor. Das Land hatte die Befestigung befürwortet und erhebliche Mittel zugesagt. Die Finanzierung war somit gesichert, lediglich der Stadtrat kippte die Genehmigung mit nur einer Stimme!

Außer den üblichen Instandhaltungsmaßnahmen an Platz und Gerät verliefen die 90er unspektakulär. Der Beginn des neuen Jahrtausends brachte allerdings schlechte Nachrichten für den DASC. Die Stadt plante eine beträchtliche Ausweitung des Gewerbegebiets Mont Royal unter Einbeziehung des Flugplatzgeländes. Dies hätte das Ende des Clubs und der Fliegerei auf dem Königlichen Berg bedeutet. Der Schock saß tief, besonnenes Handeln und Diplomatie waren gefragt. Mit großem Engagement des Vorstandes und aller Clubmitglieder, mit massiver Unterstützung der Bevölkerung aus den Anliegergemeinden (für die wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken!) sowie tatkräftigem Einsatz der Verkehrsbehörde des Landes wurde der Platzerhalt gesichert. Im neuen Flächennutzungsplan wurde der öffentliche Verkehrslandeplatz Traben-Trarbach als Fluggelände integriert und damit der Fortbestand des Clubs gesichert.