Erfolgreiche Premiere des Pipistrel Fly-in Deutschland – rund 30 Flugbewegungen trotz anspruchsvollen Wetters – Veranstaltung verbindet moderne Luftfahrt mit regionaler Fliegertradition.
Traben-Trarbach. Ein besonderer Tag für den Flugplatz Mont Royal und die Luftfahrt in der Region: Beim ersten Pipistrel Fly-in Deutschland am 29. August 2026 landete erstmals in der Geschichte des Flugplatzes ein vollelektrisches Flugzeug in Traben-Trarbach. Die Pipistrel Velis Electro brachte damit ein Stück Luftfahrtzukunft auf den traditionsreichen Moselflugplatz.
Das vom Green Aviation Hub gemeinsam mit Pipistrel Aircraft und in Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Segelflug-Club e.V. organisierte Fly-in brachte Piloten, Flugzeugeigner, Luftfahrtexperten und interessierte Besucher auf dem Mont Royal zusammen. Im Mittelpunkt standen der persönliche Austausch, moderne Flugzeugtechnik und die Frage, wie die Allgemeine Luftfahrt künftig leiser, effizienter und klimafreundlicher werden kann.
Trotz wechselhaften und zeitweise fliegerisch anspruchsvollen Wetters fanden Aircrews aus verschiedenen Teilen Deutschlands den Weg an die Mosel. Im Laufe des Tages wurden rund 30 Flugbewegungen registriert. Die anfliegenden Crews kamen aus Regionen von Norddeutschland bis zum Bodensee. Auch lokale Rundflüge gehörten zum Programm und boten Interessierten die Möglichkeit, moderne Flugzeuge aus nächster Nähe und in der Luft zu erleben.
Besondere Aufmerksamkeit galt der Pipistrel Velis Electro. Das zweisitzige Schulungsflugzeug wird vollständig elektrisch angetrieben und gilt als weltweit erstes musterzugelassenes Elektroflugzeug. Daneben wurde mit der Pipistrel Explorer ein modernes, konventionell angetriebenes Trainings- und Reiseflugzeug präsentiert. Für viele Besucher wurde so unmittelbar sichtbar, wie unterschiedlich die technischen Wege hin zu einer effizienteren Allgemeinen Luftfahrt bereits heute aussehen können.
Eine Premiere mit persönlicher Verbindung zur Region. Für einen der Initiatoren hatte die Veranstaltung zugleich eine ganz persönliche Bedeutung. Frank Hirsch, Geschäftsführer des Green Aviation Hub, stammt aus der Region und begann auf dem Flugplatz Mont Royal seine eigene fliegerische Laufbahn. Was für ihn einst mit der Begeisterung für das Fliegen in Traben-Trarbach begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer beruflichen Passion. Heute engagiert sich Hirsch als Geschäftsführer des Green Aviation Hub für die praktische Einführung klimafreundlicherer und zukunftsfähiger Technologien in der Allgemeinen Luftfahrt – von modernen Flugzeugen über elektrische Antriebe bis hin zur notwendigen Ladeinfrastruktur.
Dass nun ausgerechnet auf seinem Heimatflugplatz erstmals ein Elektroflugzeug landete, schließt damit auf besondere Weise einen Kreis: Aus der frühen fliegerischen Leidenschaft am Mont Royal ist ein berufliches Engagement entstanden, das neue Technologien zurück an den Ort bringt, an dem alles begann.
Für Traben-Trarbach zeigt die Veranstaltung zugleich, dass Innovation in der Luftfahrt nicht ausschließlich an großen Flughäfen oder Forschungsstandorten stattfindet. Auch kleinere Flugplätze können Orte sein, an denen neue Technologien praktisch erprobt, sichtbar gemacht und mit Piloten, Vereinen und interessierter Öffentlichkeit diskutiert werden.
Einem besonderen Dank an den Deutsch-Amerikanischen Segelflug-Club, der einen entscheidenden Anteil am Gelingen der Veranstaltung hatte der Deutsch-Amerikanische Segelflug-Club e.V. als Heimatverein des Flugplatzes Mont Royal. Die enge Kooperation, die organisatorische Unterstützung und der Einsatz der Vereinsmitglieder schufen den Rahmen für einen unkomplizierten Flugtag mit fachlichem Austausch und persönlicher Begegnung.
Bei BBQ, Kaffee und Kuchen blieb neben dem Flugbetrieb ausreichend Zeit für Gespräche zwischen Besuchern, Piloten und Fachleuten. Damit knüpfte das Fly-in an die lange fliegerische Tradition auf dem Mont Royal an und verband sie zugleich mit einem Blick auf die kommenden Entwicklungen der Luftfahrt.
Auch wenn die Wetterbedingungen insbesondere im weiteren Tagesverlauf nicht allen angemeldeten Crews eine Anreise ermöglichten, ziehen die Organisatoren eine positive Bilanz. Ihr Dank gilt allen Piloten und Gästen, die den Weg nach Traben-Trarbach gefunden haben, sowie den zahlreichen Helfern vor Ort.
Nach der gelungenen Premiere soll das Pipistrel Fly-in Deutschland im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Ort und Termin für 2027 befinden sich derzeit noch in Planung und sollen rechtzeitig bekannt gegeben werden.
Damit könnte der historische Besuch des ersten Elektroflugzeugs auf dem Mont Royal nicht nur ein einmaliges Ereignis bleiben, sondern zugleich den Auftakt für weitere Begegnungen zwischen der traditionsreichen Fliegerei an der Mosel und neuen Technologien für die Luftfahrt von morgen bilden.