Am Wochenende rund um den 20. Juni 2026 fand am Moselflugplatz in Traben-Trarbach ein ganz besonderes Ereignis statt: das Sonnenaufgangsfliegen des Vereins. Was im Vorfeld nach einem perfekten Plan aussah, entwickelte sich zunächst zu einem kleinen Krampf zwischen Hoffnung und Wetterradar.
Der Tag begann mitten in der Nacht. Bereits um 4 Uhr morgens standen die ersten Mitglieder auf dem Flugplatz, noch halb im Dunkeln, mit dem klaren Ziel, rechtzeitig zum Sonnenaufgang in der Luft zu sein. Doch die Wetterlage machte diesem Plan zunächst einen Strich durch die Rechnung. Bis etwa 4:15 Uhr sah es alles andere als stabil aus. Ein herannahendes Gewitter mit Regen sorgte dafür, dass die Stimmung schnell zwischen Anspannung und Unsicherheit schwankte.
Am Abend zuvor waren die Flugzeuge bereits vorsorglich in die Halle geräumt worden, da die Prognosen kritisch wirkten. Als sich die Wettervorhersage dann erneut verschlechterte, mussten die Maschinen sogar wieder zurück in die Halle gebracht werden. Die Enttäuschung war entsprechend groß, und viele hatten bereits befürchtet, dass das Sonnenaufgangsfliegen in diesem Jahr ausfallen könnte.
Doch dann kam die überraschende Wendung. Innerhalb kurzer Zeit stabilisierte sich die Wetterlage erneut, und der Verein entschied sich kurzfristig, doch noch zu starten. In einem gemeinsamen Kraftakt wurden die Flugzeuge wieder aus der Halle geholt, vorbereitet und für den Flugbetrieb bereit gemacht. Gegen 4:15 Uhr war der Platz schließlich doch wieder voll in Bewegung.
Was folgte, war ein Morgen, den viele so schnell nicht vergessen werden. Mit dem ersten Licht des Tages hob das erste Flugzeug gegen halb sechs ab. Die Bedingungen hätten kaum besser sein können: absolut ruhige Luft, keine Thermik, keine Turbulenzen, nur Stille über dem Moseltal.
Traben-Trarbach lag noch im Schlaf, während über dem Moselflugplatz bereits die ersten Kreise gezogen wurden. Der Kontrast zwischen der ruhigen, dunklen Landschaft und dem langsam aufhellenden Himmel machte diesen Moment besonders eindrucksvoll. Es war einer dieser Flüge, bei denen alles passt – Wetter, Stimmung und Timing.
Am Ende zeigte sich wieder einmal, warum solche Aktionen im Verein so besonders sind. Trotz Stress, Wetterunsicherheit und kurzer Enttäuschung wurde aus einem fast gescheiterten Plan ein außergewöhnlicher Flugmorgen, der vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.